Magnetkugeln aus hochwertiger Merinowolle

Schon vor ca. acht Jahren habe ich meine Magnetkugeln gefilzt aber nicht verkauft. Jetzt dürfen sie endlich in die Regale, bzw. an die Kühlschränke. Aber auch als besondere Verschlussidee von Geschenken…

Aus hochwertiger, mulesingfreier Merinowolle, die ich bei Seehaver & Siebert bestelle, die wiederum ihre qualitativ edle Merinowolle von der Schweizer Wollspinnerei Vetsch beziehen, filze ich die Kugeln in meinem Münchner Atelier liebevoll Stück für Stück.

Damit die superstarken Neodymmagnete keine Oberfläche verkratzen filze ich sie in die Kugeln ein.

Ich filze auf Bestellung und freue mich immer wieder, wenn ich eine neue Farbe ausprobieren darf…

Die Kugeln sind jetzt in meinem Shop zu finden …

Was ist Mulesing?

Die Merinowolle, die ich verwende ist Mulesingfrei, weshalb sie auch etwas teurer ist. Ich kopiere hier den Wikipediabeitrag dazu ein, denn ich denke hier ist dieses Thema gut beleuchtet:

Als Mulesing (englisch [ˈmjuːlziŋ]) bzw. Mulesierung (nach John W. H. Mules) wird das Entfernen der Haut rund um den Schwanz von Schafen ohne Schmerzausschaltung bezeichnet. Es ist ein in Australien gebräuchliches Verfahren, um einen Befall mit Fliegenmaden (Myiasis) zu verhindern.

Mulesing ist eine umstrittene Praktik, zu der es viele unterschiedliche Meinungen gibt. Laut der National Farmers Federation ist es der effektivste Weg, das Risiko von Myiasis zu minimieren, der sonst 3.000.000 Schafe jährlich zum Opfer fallen würden.[1] Die Australian Veterinary Association (AVA) erkennt die positiven Effekte von Mulesing bei Schafen an. Jedoch befürwortet die AVA auch Alternativen im Sinne einer ethisch vertretbaren Massentierhaltung. Dem Präsidenten der National Farmers’ Federation Peter Corish zufolge ist die Tierschutzorganisation Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals nicht gegen dieses Verfahren in Gebieten, in denen es keine sinnvolle Alternative gibt, empfiehlt aber Forschungen nach schmerzlosen Methoden als Alternativen.[2] Die Tierrechtsorganisation PETA ist strikt gegen das Mulesing, dies sei eine grausame und schmerzhafte Methode, zu der es „humanere“ Alternativen gebe.[2]

Im November 2004 trafen sich Delegierte der australischen Wollindustrie und beschlossen, das Verfahren des Mulesing bis Ende 2010 zu beenden.[3][1] Mittlerweile hat die Australian Wool Innovation (AWI) den Termin abgesagt und keinen neuen gesetzt.[4] Die Australian Wool Growers Association verzeichnet hingegen einen zunehmenden Einsatz lokaler Betäubung. Im Jahr 2010 soll dies bereits in 60 % der Fälle angewandt worden sein.[5]

Die Merino-Industrie von Neuseeland erlegte sich ab Ende 2010 ein freiwilliges Verbot auf, an das sich jedoch nicht alle Farmer halten.[6] Zudem hat die New Zealand Merino Company ein freiwilliges Qualitätssiegel namens Zque eingeführt, das Wolle von Schafen kennzeichnet, die unter anderem nicht dem Mulesing unterzogen wurden.[7] Ein offizielles Verbot trat am 1. Oktober 2018 in Kraft.[8]

Mein Atelier bei den Gubes

Hurrah! Ich habe Platz zum Arbeiten und mich in meiner Wolle wohlzufühlen! Seit November 2019 teile ich mir zusammen mit einer alten Schulfreundin, Maja Das Gupta, die als Autorin und Theaterintendantin arbeitet, ein Atelier in dem Zwischennutzungsgebäude in München-Moosach: die Gubes.

Es tut wunderbar gut dieses eigene Reich zu haben, dort frei zu arbeiten, mit den anderen mitGubes im Austausch zu sein und dort Filzkurse geben zu können. -Die übrigens gerne bei mir gebucht werden können 🙂 – zumindestens solange es das Atelier gibt (voraussichtlich bis zum 31.3. 2020)

Filzprojekt in der Schule

Ich habe am Wochenende mit den Kindern der dritten Klasse in der Schule Jonglierbälle und Sitzkissen gefilzt. Eltern und Kinder waren eifrig bei der Sache, haben wild mit Seifenwasser um sich gespritzt und dabei mit viel Geduld und grosser Kraft wunderschöne Werke erschaffen. Nachdem ich mich voll auf das Anleiten und Begleiten konzentriert habe, gibt es jetzt nur ein paar Ballbilder. Aber es hat wirklich sehr viel Spass gemacht und ich kann es nur weiterempfehlen mit Kindern so eine Aktion zu starten. Es ist ein Erlebnis das allen als bereichernd in Erinnerung bleibt!

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